Über uns

Es lebe der Antifaschismus in den Außenbezirken – Berlin OutBack Antifa BOBA

Im September 2014 gab die Bezirksverwaltung Pankows bekannt, dass in dem ehemaligen Comfort Hotel Weißensee in der Rennbahnstraße mit dem Jahresbeginn 2015 eine Unterkunft für Geflüchtete eröffnet wird. Der lokale Kreisverband der NPD hielt daraufhin mehrere Kundgebungen auf einem nahegelegenen Parkplatz ab, bei denen sie gegen Geflüchtete und Andersdenkende hetzten. Diese offene Hetze blieb nicht unkommentiert und aus den Reihen der Akteur*innen, die die rassistischen Kundgebungen mit Protest begleiteten, fanden sich einige Menschen zusammen, die auch nach dem Abflauen der NPD-Kundgebungen weiterhin antifaschistische Politik mitgestalten wollten.
Aus deren Initiative ging schließlich die Berlin OutBack Antifa hervor.

Wer wir sind und was wir wollen:

Wir sind eine Gruppe von Antifaschist*innen, die sich aus verschiedenen Spektren und Altersklassen zusammensetzt und sich die antifaschistische Praxis in den Randbezirken von Berlin als Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit gesetzt hat. Dafür wollen wir eigene Akzente setzen und lokale Akteur*innen unterstützen, um der Naziproblematik in den Randbezirken Berlins entgegenzuwirken. Besonders die von Sozialneid und menschenverachtenden Ansichten geprägten Aufmärsche des rassistischen Mobs um die „Berlin wehrt sich“-Akteur*innen, gilt es dabei entgegenzutreten.

Gleichzeitig möchten wir ein Lernort für gemeinsame Entwicklung und Organisierung  sein, um gezielt auch junge und/oder noch nicht so erfahrene Menschen anzusprechen und mit einzubeziehen.

Reaktionäre Gedanken und menschenverachtende Politik sind nicht die einzigen Dinge, die es zu bekämpfen gilt. So ist auch ein antikapitalistischer Kampf nötig, um vorhandene Unterdrückungsmechanismen wie Rassismus, Antisemitismus, Sozialneid, Homophobie und patriarchale Verhältnisse zu überwinden. Des Weiteren definieren wir uns als pro-feministische Gruppe, d.h. wir beschäftigen uns mit frauenspezifischen Themen, (Queer-)Feminismus, Sexismus, Definitionsmacht. Außerdem hinterfragen und kritisieren wir Rollenbilder, um diese aufzubrechen. Aus diesem Grund reflektieren wir unser eigenes Handeln als auch das in unserem Umfeld kontinuierlich. Sexistische Sprüche, Mackertum und “Rollenaufgaben” lehnen wir ab, um eine von Unterdrückung befreite Welt zu schaffen.